Grossbritannien verurteilt Anstieg von COVID-19-bezogenen Betrügereien und schliesst verdächtige Online-Märkte

Das National Cyber Security Centre (NCSC) des Vereinigten Königreichs hat weiterhin das Bewusstsein der Bürger geschärft und sie vor der Bedrohung durch Betrügereien im Zusammenhang mit Coronaviren gewarnt.

Die nationale Internet-Behörde musste allein im vergangenen Monat über 2.0000 Online-Betrügereien im Zusammenhang mit dem Virus einstellen. [BBC]

Dazu gehörten erstaunliche 471 gefälschte E-Commerce-Geschäfte, in denen gefälschtes Coronavirus-Material, darunter Gesichtsmasken, gefälschte Impfstoffe und Bedarfsartikel, die knapp werden.

Betrug in Zeiten von Corona

COVID-19 Betrüger laufen Amok

Bislang hat die Regierung Hunderte von Phishing-Betrügereien sowie Vorschussbetrügereien, bei denen ein erheblicher Geldbetrag gegen eine einmalige Zahlung eingetauscht wird, aufgeklärt.

James Brokenshire, der Minister für Sicherheit, sagte der BBC, dass die Kriminellen vor allem E-Mail- und Videokonferenzplattformen sowie andere Technologien ins Visier genommen haben, die sich massiv durchgesetzt haben. Jenseits der Online-Schemata haben einige dieser böswilligen Akteure ihre dreisten Handlungen auf eine ganz neue Ebene gehoben.

Das National Fraud Intelligence Bureau (NFIB) bestätigte, dass sich mehrere Betrüger als NHS-Beamte ausgegeben hatten und die Einwohner um Spenden baten.

Regierungen auf der ganzen Welt mussten sich mit ähnlichen mehrgleisigen Angriffen auseinandersetzen, bei denen sowohl Einzelpersonen als auch Organisationen akut gefährdet waren.

Wie BeInCrypto bereits früher berichtete, gab es eine Zunahme gezielter Angriffe ausländischer staatlich geförderter Hacker-Gruppen auf Pharmaunternehmen, die Forschung zu COVID-19 betreiben.

Tonya Ugoretz, ein stellvertretender stellvertretender stellvertretender Direktor beim Federal Bureau of Investigation (FBI), gab die Enthüllung bei einer Podiumsdiskussion des Aspen Institute bekannt. Ugoretz wies auch darauf hin, dass bei der Beschwerdestelle für Internet-Kriminalität inzwischen täglich zwischen 3.000 und 4.000 Beschwerden über Cyberkriminalität eingehen – ein erstaunlicher Anstieg um 400 Prozent seit Beginn der Pandemie.

Noch etwas Ehre unter Dieben

Zu diesem Zeitpunkt sind Privatpersonen, medizinische Einrichtungen und sogar internationale Organisationen verwundbar und beginnen, die Sicherheit zu erhöhen.

Natürlich richtet sich die überwiegende Mehrheit dieser Angriffe gegen ahnungslose Personen. Ganz gleich, ob es sich um einen Malware-Angriff, einen Phishing-Betrug oder um jemanden handelt, der von gefälschten Coronaviren-Vorräten profitieren will, das Ziel bleibt dasselbe – das Ausnutzen der weit verbreiteten Unwissenheit und Panik, um Profit zu machen.

Die Betrugswelle ist so intensiv geworden, dass auch mehrere Marktplätze im Dark Web verstärkt gegen Geschäfte mit Coronaviren vorgegangen sind. Die Dark-Web-Journalistin Eileen Ormsby twitterte Anfang des Monats, dass Monopoly Market, einer der beliebtesten Läden im Dark Web, den Verkauf angeblicher COVID-19-Impfstoffe verboten hat.

In dem Tweet versprach der Administrator des Marktplatzes, jeden Verkäufer zu verbieten, der beim Verkauf von COVID-19-Impfstoffen erwischt wird.

Die Cybersicherheitsfirma Bleeping Computer wandte sich auch an mehrere Lösegeld-Betreiber, die versprachen, während der Pandemie keine medizinischen Einrichtungen mehr anzugreifen.